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Dessau - Polizeihündin "Resa" geht in Rente und sucht Altersruhesitz

Herausgegeben von in Archiv · 14/2/2012 15:25:29

Etwas verwunderlich, das die Hündin nun in private Hände abgegeben werden soll:

Resa geht in den Ruhestand

DESSAU-ROSSLAU/MZ. Die Geräusche sind vertraut, die Kommandos in Fleisch und Blut übergegangen. Wenn die Diensthundführer-Einheit zum Einsatz gerufen wird und die Fahrzeuge über den Hof in der Kühnauer Straße von Dessau rollen, richtet sich im Zwinger ein schwarzer Vierbeiner auf und spitzt die Ohren. Doch der Zwinger wird nicht geöffnet, die Polizei-Karawane zieht vom Hof. Resa ist nicht an Bord. Resa ist in Rente.

Der "Ruhestand" ist für die schwarze Schäferhündin ein ungewohnter Zustand. Nun sucht die Diensthundfüherer-Einheit der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost (PD) zum nächstmöglichen Termin für die ausgesonderte Diensthündin einen schönen Alterswohnsitz.

In Resas "Pass" ist der 20. November 2003 als Wurfdatum vermerkt. Sie ist eine ausgebildete Schutz- und Spezialsuchhündin.

Sie kam 2005 in den Polizeidienst und arbeitete über sechs Jahre lang an der Seite eines Beamten, der nun aber nicht mehr in der PD tätig ist. Er konnte aus persönlichen Gründen seine langjährige "Kollegin" nicht mitnehmen. Kommen Diensthunde "in die Jahre", finden sie sonst meist Aufnahme in den Familien ihrer Hundeführer.

Bei Resa hatten sich etwa zeitgleich verschiedene Abnutzungserscheinungen der Gelenke gezeigt. "Dies ist für einen Diensthund nach sechs Einsatzjahren völlig normal", sagt Polizeioberkommissar Maik Rathmann, stellvertretender Leiter der Diensthundführereinheit. Lebhafte Hunde hopsen und springen schon nach Veranlagung gern herum. Im Einsatz aber geht es unter Druck ständig rauf und runter vom Einsatzwagen, schon vor der eigentlichen Prüfung mit Spür- oder Fährtenarbeit. Das sei wie Leistungssport. Und da mache sich auch das Alter bemerkbar. Die Faustformel, dass ein Menschenjahr sieben Hundejahren entspreche, sei zwar rasse- und größenspezifisch variabel, könne aber in grober Überschlagsrechnung angesetzt werden, meint er. Die alterstypischen Beeinträchtigungen machten Resa zunehmend zu schaffen. Bei den jährlich zu absolvierenden Prüfungen war sie zuletzt schon von den Sprüngen über 1,80 Meter hohe Steilwand befreit. Im Kollegenkreis wurde vergeblich versucht, einen Alterswohnsitz für Resa zu finden. Also entschied sich die Polizeidirektion zu dem ungewöhnlichen Schritt, öffentlich zu suchen.

"Resa ist eine Deutsche Schäferhündin wie aus dem Bilderbuch", beschreibt Rathmann das schwarze Energiebündel. Als Makel fällt allein die kupierte Rute auf. Das Kupieren war nötig, weil sich Resa die lange Rute permanent selbst aufgebissen hatte. Seither war die jetzt achtjährige Schäferhündin putzmunter. Resa ist es gewohnt, im Freien gehalten und mit Trockenfutter versorgt zu werden.

Wer sich entscheidet, Resa zu übernehmen, sollte Vorkenntnisse im Umgang mit großen Hunden haben. "Wir geben Resa nur in geeignete Hände", betont Rathmann.

Auskünfte erteilt die Diensthundeführereinheit der PD Sachsen-Anhalt Ost unter Tel. 0340 / 6000-421

Quelle: MZ-web.de vom 14.02.2012

ANMERKUNG: Wir hoffen, das Resa nun ein gutes "Dahoam" gefunden hat







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